Mit Teilnehmer*innen aus all unseren Standorten stand schnell fest: Die DevDays sind ein Format, das nicht nur
verbindet, sondern Themen strukturiert auf den Punkt bringt.
Workshops statt Vorträge: Probleme sammeln, Lösungen erarbeiten
Im Mittelpunkt standen Workshops. Das ist ein wichtiger Unterschied: Nicht „Programmpunkte konsumieren“, sondern
gemeinsam an echten Fragen arbeiten.
Der Ablauf war bewusst pragmatisch:
Themen konnten vorab vorbereitet werden
Vor Ort wurden sie gemeinsam gesammelt, priorisiert und auf Räume verteilt
Ziel war, innerhalb der Workshop-Zeit konkrete Ansätze, Entscheidungen oder nächste Schritte zu erarbeiten
Dieses Vorgehen ist auch für andere Teams spannend: Workshops funktionieren besonders gut, wenn Veränderung ansteht,
weil Unsicherheiten sichtbar werden, unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und Ergebnisse direkt festgehalten
werden können.
Vom Scrum-/Sprint-Rhythmus in den Projektmodus
Ein großer Schwerpunkt der DevDays 2026 war der Umschwung vom Sprint-Rhythmus (Scrum) hin zu einem Projektmodus. Viele
Unternehmen kennen das: Scrum kann stark sein – aber nicht jedes Umfeld profitiert dauerhaft von einem starren
Sprint-Takt. Sobald Abhängigkeiten steigen, Prioritäten häufiger wechseln oder Teams enger über Domänen hinweg
zusammenarbeiten müssen, braucht es oft ein anderes Modell.
Was wir uns vom Projektmodus erhoffen:
einfachere und engere Zusammenarbeit zwischen Teams und Rollen
weniger Reibung durch „Sprint-Grenzen“, mehr Fokus auf Zielorientierung
insgesamt agileres Arbeiten im Sinne von Anpassungsfähigkeit, nicht nur im Sinne eines Frameworks
Gleichzeitig ist klar: Solche Änderungen werfen Fragen auf – von Zuständigkeiten über Planbarkeit bis hin zur Definition
von „Done“. Genau dafür waren die Workshops ideal: Unklarheiten und Unsicherheiten konnten gesammelt, sortiert und
konkret adressiert werden.
UX/UI: User Experience als Engineering-Thema
Ein weiterer Schwerpunkt war UX/UI – und zwar nicht als „Design-Thema nebenher“, sondern als zentraler Hebel für
Produktqualität.
Warum das relevant ist (auch außerhalb der eigenen Organisation):
Gute User Experience reduziert Support-Aufwand, erhöht Produktakzeptanz und verkürzt Einarbeitung
UX entsteht nicht erst im UI: Sie beginnt bei Informationsarchitektur, Workflows, Performance und Konsistenz
Die beste Oberfläche bringt wenig, wenn Prozesse, Zustände und Fehlermeldungen nicht „engineering-tauglich“ gedacht sind
In den Workshops ging es entsprechend darum, wie UX/UI und Entwicklung besser zusammenspielen können: früheres
gemeinsames Verständnis, klarere Entscheidungsgrundlagen und mehr Fokus auf das tatsächliche Nutzungserlebnis.
Künstliche Intelligenz im Entwicklungsalltag: Praxisbeispiel, Standards, Qualität
KI war auch bei den DevDays 2026 ein wichtiges Thema, allerdings nicht als „Jetzt fangen wir damit an“, sondern als
nächster Schritt auf einem Weg, den wir bereits eingeschlagen haben. Im Fokus stand dieses Mal ein konkretes Beispiel
aus dem Arbeitsalltag, das gezeigt hat, wie KI bereits eingesetzt wird und welchen Nutzen das im Engineering bringen
kann. So konnten alle Teams ein gemeinsames Bild davon bekommen, was heute schon möglich ist und wo es sinnvoll ist,
weiter auszubauen.
Begleitend dazu ging es um die Frage, wie wir KI verantwortungsvoll und qualitätsgesichert nutzen, damit Produktivität
nicht auf Kosten von Sicherheit, Wartbarkeit oder Verlässlichkeit geht.
Typische Fragen, die viele Teams beschäftigen:
Welche Aufgaben eignen sich gut für KI-Unterstützung?
Wie sichern wir Qualität ab, wenn KI Vorschläge liefert?
Wie gehen wir mit Wissen, Daten und Verantwortung um?
Der Mehrwert lag damit vor allem in einem gemeinsamen Verständnis: KI als Werkzeug, das uns schneller und besser machen
kann, wenn Standards, Grenzen und Erwartungen klar sind.
Übertragbare Impulse für die Praxis: Was Unternehmen aus den DevDays 2026 zu Projektmodus, UX/UI und KI ableiten können
Auch wenn die DevDays 2026 intern stattgefunden haben, lassen sich die Prinzipien gut übertragen:
Workshops schlagen Status-Updates
Wer Veränderung will, braucht Formate, die Entscheidungen ermöglichen – nicht nur Austausch.
Agilität ist kein Framework, sondern eine Fähigkeit
Ob Sprint-Modus oder Projektmodus: Entscheidend ist, wie gut sich Teams auf neue Anforderungen einstellen können.
UX ist Team-Sport
UX/UI verbessert sich messbar, wenn Entwicklung, Produkt und Design gemeinsame Kriterien und Feedback-Schleifen haben.
KI braucht Leitplanken
Teams profitieren am meisten, wenn sie Einsatzfelder definieren, Qualitätsmechanismen klären und Erwartungen synchronisieren.
Fazit
Die DevDays 2026 waren ein Startpunkt für ein Jahr, in dem wir nicht nur Features bauen, sondern bewusst an den
Grundlagen arbeiten: Zusammenarbeit, Produktqualität, User Experience und der sinnvolle Einsatz von KI. Durch die
standortübergreifende Teilnahme und das Workshop-Format entstand genau das, was viele Organisationen suchen:
gemeinsames Alignment und gleichzeitig konkrete Lösungen.